UELI SAGER
SEHT EXTE SEHT AFELN
Werke von Ueli Sager werden aktuell im Augenzentrum Bahnhof Basel ausgestellt (März - Juni 2012).
Ueli Sager ist 1947 geboren und als Hausarzt seit 1981 in Möhlin tätig.
Kurze Vita
- Filmische Arbeiten regelmässig seit 1973, seit 6 Jahren für das Bild- und Tonarchiv Möhlin.
- Bildnerisch seit 1980 als Autodidakt tätig mit „Variationen zum Technozän“, Montagen zu Schulwandbildern, als Buch herausgekommen in „Gute Fernsicht“, Howeg-Verlag Zürich.
- Diverse Einzelausstellungen, Arbeit mit Text-Bildern, Schrift-Holzskulpturen, zuletzt im Museum Rehmann Laufenburg 2011: ZUEINANDER, WEISS wie.
- Text-Arbeiten mit Anagrammen führten u.a. zu einem Hörstück: „Hier knotet U.S.“, Radio drs 2, 1990, ferner im Rahmen der Ausstellung „Kunst zwischen Stuhl und Bank“ 1996, Schweiz. Landesbibliothek Bern, wie auch zur Anagramm-Freilichtausstellung in Horw 2010.
- Langjährige Auseinandersetzung mit Zeitungsbildern konzentrierten sich in der Ausstellung „Salon“ 1999, Kunsthaus Aarau/Forum Schlosspark: “Dies sind meine Bilder“, später im Buch: “Der wiederholende Blick“ 2010, Décollagen aus NZZ-Bildern, montiert mit Bildtiteln, untermalt durch buchstäblich verschobene Gebrauchslyrik.
- Klaus Merz schrieb 1981: „Mit Witz und Aberwitz, mit Lust, notorisch manchmal, montiert er, was er ‚zersetzt’ hat, als Zersetzendes erkennbar, neu zusammen“. Und Michel Mettler 2010 im Vorwort zum Buch: „Décollage ist die Gattung, die der Leimstiftvirtuose sich zu eigen gemacht hat, und der Begriff trifft die Sache, denn tatsächlich scheint hier der Blick in aller Sanftheit die ‚gebaute’ Welt des Blattes..... einem neuen Aggregatszustand zuzuführen...“
- 1998-2008 Herausgabe des Kunstversandstückes „dasABO/BILTEX“ mit Bruno Landis, präsentiert im Kunstmuseum Olten 2008, Text und Bild erneut vereint. Immer wieder führen bildnerische Arbeiten zu Synthese von Gegensätzlichem, zu neuen Ergebnissen wie zu „Acryldesserts“, wobei Acrylfarbreste figürlich auf Dessertkartons serviert werden.
- Begegnungen in China mit dem faszinierenden Zeichensystem lassen „Chinoi-Serien“ entstehen: Abrisse von Postern im Reich der Mitte wurden neu zusammengeklebt, fotografiert, vergrössert, wieder auseinandergerissen und mit Farbe unterlegt, dies wiederum im Prozess des Zerlegens, Sezierens und als Synthese zu Neuem Zueinanderzufügendes.
- Zuletzt nun seit 2011 die Arbeit an Seh-Texten als eine Art visueller Poesie, die den Leser/Betrachter verwirren sollen, auf falsche Fährten führen durch Hervorheben gleicher Buchstaben, „falscher“, ungewohnter Lesart wie auch Betonung neuer Wörter, die im Text-Bild enthalten sind, dies speziell für das Augenzentrum Basel, wo das Sehen ja im Vordergrund steht, das Erkennen von Schrift und Sinn darin, hier auf spielerische Art und Weise vollzogen, als Sehvergnügen sozusagen, als überraschende Erkenntnis, wenn die Les-Arbeit vollbracht ist.
